NIWIS geht bundesweit an den Start
WPS entwickelt digitale Plattform für das Niedrigwassermanagement
Neues Informationssystem unterstützt Behörden, Kommunen und Wirtschaft bei der Vorsorge gegen Niedrigwasser.
Mit dem heutigen Start des bundesweiten Niedrigwasserinformationssystems NIWIS steht Deutschland erstmals eine zentrale digitale Plattform zur Verfügung, die aktuelle Niedrigwassersituationen bundesweit einheitlich erfasst, bewertet und verständlich aufbereitet. Bundesumweltminister Carsten Schneider hat das System am 15. Juli 2026 gemeinsam mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Berlin vorgestellt. Ziel ist es, Behörden, Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern eine verlässliche Grundlage für Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen an zunehmende Trockenperioden bereitzustellen.
Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich auch in Deutschland immer deutlicher bemerkbar. Sinkende Pegelstände in Flüssen, niedrigere Grundwasserstände und längere Trockenphasen erhöhen den Druck auf die Wasserressourcen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an aktuellen, belastbaren Informationen, um fundierte Entscheidungen treffen und geeignete Maßnahmen frühzeitig einleiten zu können. Genau hier setzt NIWIS an.
Die neue Plattform bietet erstmals einen bundesweit einheitlichen Überblick über die aktuelle Niedrigwassersituation. Neben aktuellen Messdaten stellt NIWIS umfassende Hintergrundinformationen, Analysen und Bewertungen bereit. Dadurch können Entwicklungen frühzeitig erkannt, Risiken besser eingeschätzt und Anpassungsmaßnahmen gezielt geplant werden. Das System richtet sich sowohl an Fachanwenderinnen und Fachanwender in Behörden und Kommunen als auch an Unternehmen und die interessierte Öffentlichkeit.
Entwickelt wurde NIWIS im Rahmen der Nationalen Wasserstrategie auf Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) in enger Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Die WPS war als Entwicklungspartner verantwortlich für die Umsetzung der digitalen Plattform und brachte dabei ihre langjährige Expertise in der Entwicklung moderner Web- und Fachanwendungen für die öffentliche Verwaltung ein.
Die Entwicklung von NIWIS zeigt, welchen Beitrag digitale Lösungen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten können. Moderne Informationssysteme schaffen Transparenz, vernetzen Daten aus unterschiedlichen Quellen und unterstützen Verwaltungen sowie Entscheidungsträger dabei, schneller und fundierter auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.
Wir freuen uns, mit unserer technologischen Expertise zur Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts beigetragen zu haben und bedanken uns bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde sowie allen Projektpartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.