roads

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Im Hamburger Straßennetz gibt es pro Jahr ca. 25.000 Baustellen. Um die Behinderungen für den Verkehrsfluss so gering wie möglich zu halten, bedarf es einer sorgfältigen Koordinierung dieser Baustellen. Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) entwickeln wir roads – ein Softwaresystem, das aus mehreren Arbeitsplatztypen besteht. Dadurch können vielfältige Aufgaben und Prozesse miteinander verknüpft werden, um so die Baustellenkoordinierung zu vereinfachen.

roads wurde vom BSVI (Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure) mit dem Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr in der Kategorie Innovation ausgezeichnet.

Kontext

Eine große Anzahl von Baumaßnahmen mittel- bis langfristig zu planen und dabei die Auswirkungen auf den Straßenverkehr zu berücksichtigen ist eine beträchtliche Herausforderung. Wenn sehr viele Bauvorhaben koordiniert werden sollen, ist es schwer, zeitliche und räumliche Überschneidungen sowie potenzielle Beeinträchtigungen untereinander zu erkennen. Oft geht die Übersicht fast vollständig verloren. Eine reine Kartenansicht der Baustellen reicht nicht, weil nicht klar wird, welche der Baumaßnahmen zur selben Zeit stattfinden sollen. Werden nur die Zeiträume betrachtet, sehen die Verantwortlichen nicht, ob zeitgleich stattfindende Baumaßnahmen überhaupt räumlich benachbart sind.

Die Software roads liefert für diese Probleme eine einfache und äußerst effektive Antwort: Durch eine unmittelbar verständliche Farbcodierung der Baumaßnahmen auf einer Karte sehen die Verantwortlichen auf einen Blick den Zusammenhang zwischen räumlicher und zeitlicher Verortung und können rasch mögliche Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Baumaßnahmen einschätzen. Dies ist ein Quantensprung in der Baumaßnahmenplanung. Zu diesem revolutionären Ansatz kommen in der Software roads zahlreiche Zusatzfunktionen, die roads zum Mittel der Wahl für die moderne Baumaßnahmenplanung machen.

Funktionalitäten

  • Koordinierung der Planung zwischen Behörden, Leitungsträgern und weiteren Beteiligten
  • Darstellung eines langen Planungshorizontes ( > 20 Jahre) mit entsprechend anwachsender Unschärfe für die langfristige Planung mit einem Minimum an Informationen
  • Georeferenzierter Überblick über alle geplanten Baumaßnahmen
  • Gemeinsame Darstellung von Ort und Zeitraum
  • Planspiele mit Was-wäre-wenn-Szenarien (Simulation von Planungsänderungen)
  • Revisionssichere Historisierung von Maßnahmen
  • Berücksichtigung von Umleitungen und Schwerlastrouten
  • Berücksichtigung von Ereignissen wie Ferien oder Großveranstaltungen
  • Definition von Regeln zur Erhaltung des Verkehrsflusses, z.B. durchgängige Erreichbarkeit wichtiger Ziele wie Flughäfen und Krankenhäusern sicherstellen
  • Modellierung von Abhängigkeiten zwischen Maßnahmen
  • Flexibel konfigurierbarer Gesamtprozess: Koordination, Genehmigung, Freigabe und Begleitung der Ausführung
  • Verknüpfung der Maßnahmen mit Fremdsystemen, z.B. Dokumente oder Projektplanungsverfahren
  • Planung und Genehmigung von kooperativen Maßnahmen verschiedener Träger

Durchdachtes Arbeitsplatzkonzept

Einzelarbeitsplatz – Desk

  • Nutzung von Desktop- und Laptop-Rechnern
  • Planung von Maßnahmen im Detail
  • Überprüfung und Genehmigung von Maßnahmen
  • Information aller Beteiligten
  • Administration der Anwendung

Planungstisch als Gruppenarbeitsplatz – Table

  • In der Gruppe gemeinsam an einem Multitouch-Tisch planen
  • Alternativen lassen sich interaktiv prüfen und Konflikte gemeinsam lösen

Lagebild als Management Board (für Sitzungen) – Board

  • Entscheider bewerten die Planung auf einem Großbildmonitor / Projektor, fassen Beschlüsse und legen Prioritäten fest

Mobiler Arbeitsplatz (geplant)

  • Zugriff auf relevante Daten vor Ort
  • Mobile Erfassung
  • Lauffähig unter allen gängigen Betriebssystemen, optimiert für Phone und Tablet

Web-Arbeitsplatz (geplant)

  • Einbindung Externer in die Planung, z.B. Ingenieurbüros, nachgeordnete Behörden

Auskunftsarbeitsplatz – Web

  • Web-basierte Bürgerinformationsplattform

System

  • Minimalinvasive Integration vorhandener Verfahren (Adapterschnittstelle)
  • Integration bestehender Systeme kompatibel zu gängigen GIS-Formaten
  • Export in alle gängigen GIS-Formate
  • Anbindung beliebiger anderer Formate über spezielle Adapter
  • Rollenbasiertes Rechtekonzept (Anbindung an LDAP, ActiveDirectory)
  • Konfiguration beliebiger WMS-Layer

Umsetzung

Ansprechpartner
Hamburg

Martin Züllighoven
Martin Züllighoven

Ansprechpartner
D-A-CH